Haus im Hausruck

Standort:
Hausruck, Oberösterreich

Fertigstellung:
2023

Fotos:
Gregor Graf

Foto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: Gregor GrafFoto: MUH

Haus im Hausruck

HISTORIE UND AUFGABENSTELLUNG

Das vorgefundene Haus aus den 1950iger und 1980iger Jahren steht exemplarisch für eine große Anzahl an Bestandsobjekten, welche in die Jahre gekommen sind. Sie bedürfen einer Modernisierung, müssen an neue Lebensstile oder -entwürfe, an den demografischen Wandel und vor allem an effiziente Energiesparmaßnahmen angepasst werden.
Das leerstehende Objekt- mitten im Hügelland des Hausruck – sollte als Alterssitz reaktiviert werden. Eine barrierefreie Gestaltung, sowie der Panoramablick ins Alpenvorland galten als wesentliche Parameter der Bauaufgabe.

KONZEPT

Bei der Wiederverwendung des Bestandes stand die Nutzung der baulichen Ressource im Vordergrund. Ein Vorfinden von wertgeschätzten Elementen beschränkte sich auf den Innenraum, welche -wie etwa der Kachelofen- geschützt und erhalten blieben. Das äußere Erscheinungsbild wurde der Landschaft entsprechend neuinterpretiert: Parallel zu den Höhenschichtlinien des Hangs entwickelt sich ein flacher, langgezogener Baukörper mit großzügigen, geschützten Außenräumen. Für eine barrierefreie Erschließung wurde der westliche Gebäudeteil ergänzt, bzw. die baufällige Struktur ersetzt, sowie Lift und Stiegenhaus altersgerecht gestaltet. Kern des Hauses stellt das obere Geschoß dar, wo das Wohnen nun auf einer Ebene stattfindet.

UMSETZUNG

Außen- und Innenwände des oberen Geschoßes blieben großteils Bestand, zwei Außenwände wurden in Holzriegelbauweise neu errichtet. Statt des alten Satteldachs überspannen siebzig Zentimeter hohe Brettsperrholzträger das gesamte Geschoß. Fixverglaste Oberlichtbänder holen Licht und das Grün der Umgebung in den Wohnraum. Südseitig kragen die Träger beinahe vier Meter aus, verjüngen sich nach vorne und bilden zusammen mit der geschlossenen Brüstung einen geschützten Außenraum, der zur fast ganzjährigen Nutzung einlädt.
Auf dem angrenzenden Grundstück mit altem Baumbestand konnte ein Saunahaus errichtet werden. Dorthin führt ein an die Terrasse anschließender Steg, der als reversible Stahlkonstruktion ausgeführt ist.